Erläuterungen der Therapie-Auffassungen:

Klienten-zentrierte Gesprächspsychotherapie

Carl Rogers begründete um 1940 den in Deutschland „Gesprächspsychotherapie“ genannten Ansatz. Dabei steht der Klient mit seinem Anliegen im Mittelpunkt. Der Berater begünstigt eine echte, vertrauensvolle, liebevolle, zwischenmenschliche Beziehung als Grundlage für ein gesundes Wachstum und eine Entwicklung des Klienten.

Erickson war zwar unmittelbarer Zeitgenosse Rogers, pflegte jedoch keinen intensiven Kontakt. Gleichwohl ähneln sich ihre Erkenntnisse und Herangehensweisen. Was Rogers Aktualisierungstendenz des Klienten nennt, beschreibt Erickson mit dem Begriff Utilisation, dem Veränderungspotential des Klienten, das im Verlaufe der Gespräche zur Entfaltung kommt. Wir können uns auf die Weisheit jedes Individuums verlassen.


Systemische Therapie

Wir alle leben in zum Teil komplexen Bindungen, wobei sich der systemische Ansatz besonders mit der Kommunikation der Beteiligten befasst. Wir beleuchten gemeinsam Ihr „System“ und bewirken Veränderung und Erneuerung unserer Blickwinkel und Handlungsoptionen. Der Therapeut als Beobachter kann dem „System“ wertvolle Hinweise geben, hin zur Verbesserung der Ausgangssituation.


Lösungsorientierte Kurzzeit-Therapie

Wir fragen nicht nach dem „Warum“/„Wozu“oder analysieren, sondern wenden uns direkt der Problemlösung zu. Dabei werden zeitnahe Lösungen gefunden, die unmittelbar greifen. Die Möglichkeitsräume von Lösungen werden in den Fokus genommen, wobei kurzfristig wirksame Lösungen angestrebt werden. Nach Steve de Shazer orientiert sich diese Methode an den Ressourcen die der Einzelne oder das System bereits zur Verfügung haben oder in Kürze erlangen werden. Der Klient/ die Klienten konstruieren ihre persönlich passende Lösung selbst. Stellen Sie sich vor, jemand pustet an ein Mobilé, das System gerät in Schwingung. Durch zum Teil kleine Veränderungen im System kann ein Gleichgewicht, in harmonischer Schwingung, wieder erreicht werden. Sie wären erstaunt, was selbst kleine Veränderungen bewirken können, erkennen Sie über welchen Spielraum der möglichen Lösungen Sie bereits verfügen.


Gestalttherapie

Fritz Perls ist einer der Mitbegründer der Gestalttherapieform. Es geht um das „Hier“ und „Jetzt“, das Wahrnehmen „was ist“. Wie fühlt sich Ihre derzeitige Situation an? Im Prozess der Beratung/Therapie werden auch verdrängte Persönlichkeitsanteile wahrgenommen, erlebt und integriert. Werden Ihre Bedürfnisse befriedigt, kann sich die Gestalt schließen.

 

Dabei sagte Perls: „Don´t push the river.“ Wir agieren in Ihrem Tempo.


Transaktionsanalyse

Auch hier begegnen wir uns auf Augenhöhe und verhandeln unsere Wirklichkeitsauffassungen.

Was erleben sie? Was fühlen Sie? Wie sehen Sie die Welt? Dreh-und Angelpunkt ist der Beziehungsaspekt.


Counceling/persönliche Beratung

Auch dieser Ansatz ist sehr praxisnah. Wir beziehen Ihren Kontext gleichermaßen mit ein und verfolgen Ihren Prozess ergebnisorientiert und fragen uns, warum Sie sind, wie Sie sind. Es gibt immer mehrere Möglichkeiten der Veränderung. Sie entscheiden sich zu einem glücklicheren, zufriedeneren Leben.


In all diesen Therapien steht der Klient/Patient im Vordergrund. Sie können in einem geschützten Rahmen, im Therapiegespräch Ihre Persönlichkeit entfalten, Ausdruck verleihen und sich darin üben, sich anders zu verhalten, Neues auszuprobieren.